Kristina Vogel ist die Fahrradfreundlichste Persönlichkeit 2022

„Fahrradfahren liegt in meiner DNA!“

Die Doppel-Olympiasiegerin und elffache Weltmeisterin im Bahnradfahren begeisterte sich bereits als Kind für das Fahrrad. Die 31-jährige Kristina Vogel ist Fahrradfreundlichste Persönlichkeit 2022, weil das Fahrrad – trotz zweier schwerer Unfälle – aus ihrem Leben nicht mehr wegzudenken ist. 2009 erlitt sie bei einem Verkehrsunfall schwere Verletzungen. Die erste Frage, die ihr durch den Kopf ging war: „Bekomme ich ein neues Fahrrad?“ Mit großer Willenskraft schaffte sie ein beeindruckendes Comeback und den ersten Weltcupsieg. Sie ist die weltweit erfolgreichste Bahnradsportlerin. 2018 stürzte sie bei einem unverschuldeten Trainingsunfall schwer und erlitt eine Querschnittlähmung. Mit ihrer ansteckenden Energie ist Kristina Vogel für viele Menschen ein Vorbild und zeigt, dass alles möglich ist, wenn man nur will. Heute ist Sie Sportbotschafterin, Moderatorin, Keynote-Speakerin, Bundespolizistin und Politikerin.

Am 17. Februar 2022 wird Kristina Vogel auf der digitalen Preisverleihung des Deutschen Fahrradpreises als Fahrradfreundlichste Persönlichkeit 2022 ausgezeichnet.

  • Ich fahre Fahrrad: Seit ich 5 Jahre alt bin.
  • Fahrradfahren ist für mich: Eine gute Möglichkeit, sich und den eigenen Körper zu bewegen.
  • Mein Lebensmotto: Let’s do it – einfach machen! Das Leben schlägt manchmal hart zu, aber es kommt darauf an, was man daraus macht.
  • Meine Hobbys: Faulenzen, Freunde treffen und Sport.
  • Mein Berufswunsch als Kind: Physiotherapeutin und Polizistin.
  • So entspanne ich mich: Ausschlafen, ausgiebig frühstücken und anschließend ein After-Breakfast-Schläfchen.
  • Meine Talente: Ich weiß, was ich kann und was ich nicht kann. Mein Talent ist, genau das zu erkennen und für alle Dinge, die ich nicht kann, Unterstützung zu holen.
  • Mein Lieblingsgericht: Pizza.
  • Meine Lieblingsserien: Gossip Girl, Game of Thrones und Scrubs – Die Anfänger.

Interview mit Kristina Vogel

Deutscher Fahrradpreis: Was bedeutet dir die Auszeichnung Fahrradfreundlichste Persönlichkeit 2022?
Kristina Vogel:
Vielen Dank, ich freue mich sehr darüber. Fahrradfahren liegt in meiner DNA. Es leben über 83 Millionen Menschen in Deutschland und wenn ich mit diesem Preis dazu beitragen kann, andere zum Radfahren zu ermutigen, freut mich das.

Deutscher Fahrradpreis: Wie hat der Unfall deine Sicht auf das Fahrradfahren im Alltag verändert?
Kristina Vogel: Ich hatte zwei schwere Unfälle. 2009 nahm mir ein Auto die Vorfahrt und danach bin ich nie wieder ohne Helm gefahren, egal ob zum Bäcker oder zum Training. Gerade als Autofahrer*in ist ein vorausschauendes Fahren wichtig. Helm am Steuer schützt vor Ungeheuer!

Deutscher Fahrradpreis: Stichwort „Barrierefreie Inklusion“?
Kristina Vogel: In meiner Heimatstadt Erfurt sieht das historische Kopfsteinpflaster zwar wunderschön aus, es ist jedoch ein Graus für die Barrierefreiheit. Unerwartete Hindernisse sind immer da, aber der Wille, sie zu überwinden, auch. Vor meiner Zeit im Rollstuhl hatte ich keinen Fokus darauf, ob eine Baustelle barrierefrei ist. Auch wenn die Welt nicht so barrierefrei ist, wie sie sein sollte, weiß ich, dass ich immer auf nette Menschen zurückgreifen kann, die mir helfen. Das ist für mich auch Inklusion – gemeinschaftlich durchs Leben gehen.  

Deutscher Fahrradpreis: Kommunen sind wichtige Player bei der Mobilitätswende, wie schätzt du als Erfurter Stadträtin den wachsenden Stellenwert von Radverkehr in der Kommunalpolitik ein?
Kristina Vogel: Man merkt ein stärkeres politisches Bewusstsein, wenn es um nachhaltiges und ökologisches Handeln geht. Auf der Kommunalebene lassen sich Themen auch schneller anpacken im Vergleich zur Bundesebene. Der wachsende Stellenwert wird auch in der Fahrradindustrie sichtbar. Ein Freund von mir hat einen Fahrradladen und der boomt, viele Fahrradbestellungen konnte er dieses Jahr gar nicht bedienen.  

Deutscher Fahrradpreis: Was ist deiner Meinung nach die wichtigste Innovation im Radverkehr der letzten Jahre?
Kristina Vogel: Das E-Bike, weil es den Bewegungsradius vergrößert und wir unabhängig vom Fitnessstatus gemeinsam Fahrrad fahren können. Viele Menschen trauen sich dadurch wieder zu, aufs Rad zu steigen.

Deutscher Fahrradpreis: War das Fahrrad für dich ausschließlich ein Sportgerät oder hast du es auch für die alltäglichen Wege benutzt? Du sagst selbst: „Ich kann immer noch Fahrrad fahren, nur eben anders.“ Wie nutzt du das Handbike im Alltag?
Kristina Vogel:
Neben den vielen Wettkampfrädern, die alle einen Spitznamen haben, z.B. Black Panther, habe ich auch Mountainbikes oder E-Bikes (sehr praktisch, wenn man nicht verschwitzt ankommen möchte) im Keller gehabt. Mein Rollstuhl hat den Namen „The Beast“. Aktuell fahre ich Liegebike oder Handbike – da fällt mir auf, die haben noch keinen Namen. Vielleicht findet sich ja durch die Fahrradcommunity ein neuer Name.

Deutscher Fahrradpreis: Was möchtest du, als Fahrradfreundlichste Persönlichkeit 2022, unserer Fahrradcommunity mit auf den Weg geben?
Kristina Vogel: Helm tragen schützt Leben! An alle Fahrradverweigerer oder Helmverweigerer: Probiert es doch einfach mal aus – ihr werdet es lieben!

Pressemitteilung

Erfahren Sie mehr über Kristina Vogel: www.kristinavogel.de