Projekte der Woche 2018

Erhalten Sie hier einen Überblick über neun innovative Projekte, die sich für den Deutschen Fahrradpreis 2018 beworben haben.
 

Projektmanagement: Johannes und Philipp Mickenbecker

Ziel: Verbesserung des Images des Fahrrades; Motivation rauszugehen

Bisherige Ergebnisse: Insgesamt über 2,45 Mio. Zuschauer bei Videos über Fahrrad-umbauten/
Radtouren

Finanzierung: YouTube Adsense; Sponsoring

Zeitraum: 27. Februar 2016 bis 12. November 2025

Das wichtigste in Kürze: Wir produzieren auf unserem YouTube-Kanal Videos, in denen wir zeigen, wie
viel Spaß jeder u.a. mit Fahrrädern haben kann. Mit unserem Motto „Do Something“ möchten wir Menschen motivieren, rauszugehen, Rad zu fahren und das Leben im „Real Life“ zu leben!

Projektmanagement: Stadtplanungsamt - Radverkehrsbeauftragter

Ziel: Lehrer pendeln mit dem Fahrrad zwischen zwei Schulstandorten.

Bisherige Ergebnisse: Falträder werden aktiv genutzt.

Finanzierung: Eingesparte Pkw-Stellplatzmiete bei Stadtwerken Aschaffenburg

Zeitraum: 2017 - 2020

Das wichtigste in Kürze: Die „Fahrkarte Faltrad“ vollendet die sinnvolle Verknüpfung von Fahrrad und ÖPNV: Das Fahrrad wird selbst zur Fahrkarte! Die Lehrer des Kronberg Gymnasiums in Aschaffenburg können zwischen der Schule und einer 1,6 km entfernten Außenstelle mit eigens dafür bereitgestellten Falträdern pendeln. Wird das Wetter schlecht, es wird dunkel oder man hat keine Lust zum Radfahren? Dann ist das codierte Faltrad eine Fahrkarte im Bus und kann bei Bedarf auch zum Gepäckstück zusammengeklappt werden.

Projektmanagement: Stadt Bad Oyenhausen

Ziel: Radschnellverbindung im ländlichen Raum in Ostwestfalen-Lippe (OWL)

Bisherige Ergebnisse: Wettbewerb, Machbarkeitsstudie, Planung

Finanzierung: Bad Oeynhausen, Löhne, Kreis Herford, Herford, Porta Westfalica, Minden, Straßen.NRW/MBWSV

Zeitraum: 2013 - 2018

Das wichtigste in Kürze: Die Städte Bad Oeynhausen und Löhne erstellen derzeit die Planungen zu einer Radschnellverbindung. Das Besondere daran ist die Lage der Trasse in einer ländlichen Region ohne Einbeziehung eines Oberzentrums. Die Potenzialbetrachtung im Rahmen der Machbarkeitsstudie hat gezeigt, dass auch eine Radschnellverbindung im ländlichen Raum, die mehrere Mittelzentren
miteinander verbindet, Sinn macht. Gerade für Pendler wird damit eine echte Alternative zum Auto für
Entfernungen von etwa 10 bis 15 km geboten.

Projektmanagement: Michael Kreil

Ziel: Wir bringen die SchülerInnen auf das Fahrrad

Bisherige Ergebnisse: http://www.bikepoolbayern.de/index.php/bikepool-bayern/praktische-umsetzungsbeispiele

Finanzierung: Durch den Idealismus und Einsatz der mehr als 130 beteiligten Schulen in Bayern

Zeitraum: Seit 2007 bis heute

Das wichtigste in Kürze:

- Schulsportwettbewerbe MTB (2017: 107 Schulen/1334 TeilnehmerInnen)
- Initiative und Ausrichtung der 1. Deutschen Schülermeisterschaft MTB
- Organisation von Radausbildungslehrgängen für Lehrkräfte: vom Radwandern bis zum Diff-Sport (alle Schularten)
- Gründung/Unterhaltung von SAGs Radsport (2017: 124 SAGs)
- Teilnahme: WorldBycycleRelief, Klimatour etc.
- Unterstützung: 800 km MTBStreckenbau in der Rhön
- Wissenstransfer der Bikepool-Schulen

Projektmanagement: Jens Niermann

Ziel: Motivation zum Radfahren durch Fahren in der Gruppe und Kennenlernen der näheren Umgebung

Bisherige Ergebnisse: Über 1.000 geführte Touren mit durchschnittlich 15–20 Teilnehmern

Finanzierung: keine Angabe

Zeitraum: Seit 06. Mai 2003

Das wichtigste in Kürze: Radfahren mit Gleichgesinnten in der Gruppe abseits der beschilderten Routen zu immer neuen Zielen auf immer neuen Wegen: Diese Möglichkeit besteht in der Samtgemeinde Werlte innerhalb der Radsaison von April bis September gleich drei Mal pro Woche
und ein Mal pro Woche das ganze Jahr über. Jeder ist herzlich zu den Touren eingeladen, eine Anmeldung ist nicht notwendig. Das ist in dieser Konstellation einmalig und bewegt scharenweise
Gäste und Einheimische immer wieder erneut zum Radfahren.

Projektmanagement: Erlebnis Bremerhaven - Gesellschaft für Touristik, Marketing und Veranstaltungen mbH

Ziel: Bürger und Besucher werden ermuntert, klimafreundliche und nachhaltige Mobilitätsformen zu nutzen.

Bisherige Ergebnisse: Die Karte liegt seit 17. Oktober 2017 vor.

Finanzierung: Magistrat der Stadt Bremerhaven, Erlebnis Bremerhaven GmbH

Das wichtigste in Kürze: Die Radkarte „Grüne Wege und Orte“ stellt einen Baustein für eine nachhaltige Mobilität dar. Mit der Karte werden die BürgerInnen und BesucherInnen ermuntert, klimafreundliche Mobilitätsformen zu nutzen und erhalten zusätzliche Anregungen die Stadt umweltverträglich zu erkunden. 14 „Grüne Orte“ wurden besonders hervorgehoben und um fachliche Informationen zu Umwelt und Naturaspekten ergänzt. Hervorzuheben ist die Vereinigung von Freizeitradwegen mit „Grünen Wegen & Orten“ im urbanen Bereich.

 

Projektmanagement: Stadtverwaltung Lutherstadt Wittenberg, Fachbereich Stadtentwicklung

Ziel: Förderung des Radverkehrs einschließlich Elektromobilität

Bisherige Ergebnisse: Fertigstellung und Inbetriebnahme der Anlagen Ende 2016  bzw. Frühjar 2017 - 90% Vermietung

Finanzierung: HBF 136.900 EUR; HP Altstadt insg. 270 T€, Finanzierung durch Land Sachsen-Anhalt und Kommune

Zeitraum: Januar 2015 - Mai 2017

Das wichtigste in Kürze: An den Schnittstellen HBF und Bahnhaltepunkt Altstadt wurde das Angebot für umweltfreundliche Mobilität ausgebaut, indem überdachte und abschließbare Fahrradabstellanlagen (Bike&Ride) mit ergänzender Lade- und Aufbewahrungsinfrastruktur errichtet wurden.
Auf Grundlage eines Modulsystems sind die Anlagen Teil der Gesamtgestaltung der Schnittstellen und erfüllen mit ihren Gründächern auch ökologische Aspekte. Ergänzend gibt es Übersichtskarten u.a. mit Radwegen der Tourismusregion.

 

Projektmanagement: Urs Müller-Meßner

Ziel: Innovative, wettergeschützte Parkierungsanlagen im Bahnhofsumfeld

Bisherige Ergebnisse: Nach knapp drei Jahren Nutzung zeigt sich: Die Fahrradwand ist immer gut ausgelastet, es macht den Nutzern Spaß, hier zu parken. Die Abstellanlage ist Teil der Platzgestaltung.

Finanzierung: Zweckverband Flugfeld Böblingen/Sindelfingen im Rahmen der Platzgestaltung

Zeitraum: Fertigstellung 2015

Das wichtigste in Kürze: Eine geneigte Geländestützwand kann auch zugleich innovative Fahrradabstellanlage sein. Schnell werden Abstellanlagen im Bahnhofsumfeld zu einem beherrschenden, ungestalteten Problem. Anspruch bei der Planung des Konrad-Zuse-Platzes war es, die geforderten überdachten Fahrradparker Bestandteil der Platzgestaltung werden zu lassen. An der 6o° geneigten Geländestützwand zur Bahntrasse können 40 Fahrräder überdacht in Hochstellung eingestellt und an Haltebügeln sicher angeschlossen werden.

Jürgen Färber
Lothar Wuttke
Lothar Wuttke
Lothar Wuttke
Bernd Böth