Projekt der Woche

Unter dem Titel „Projekt der Woche“ werden aus allen eingereichten Projekten neun besonders innovative oder kreative ausgewählt und in den Wochen vor der Preisverleihung hier veröffentlicht.  Die Auswahl ist unabhängig von der endgültigen Entscheidung der Jury, die am 23. Februar 2017 bekanntgegeben wird.

„Kein Platz“ – Ein virales Video für mehr Rücksicht in Berlin
„Kein Platz“ – Ein virales Video für mehr Rücksicht in Berlin

„Kein Platz“ – Ein virales Video für mehr Rücksicht in Berlin

Projektmanagement: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin

Projekthomepage: www.facebook.com/radiojamfm/videos/10154508943214831 und www.berlin-nimmt-rücksicht.de

Ziel: Auf sympathisch-unkonventionelle Weise „Fans“ für mehr Rücksicht im Straßenverkehr gewinnen

Bisherige Ergebnisse: Virale Verbreitung der Themen Rechtsabbiege-Risiken und Rücksicht in sozialen Medien.

Finanzierung: Finanzierung der Kampagne durch Landesmittel und Partner/Sponsoren, Budget 2016 ca. 160.000 EUR

Zeitraum: -

Das wichtigste in Kürze:
Dem Video „Kein Platz“ gelingt es auf erfrischend authentische Weise, Gefahren aufzuzeigen und für gegenseitiges Verständnis im Straßenverkehr zu werben – mit sichtbarem Erfolg bei einer Zielgruppe, die für Verkehrssicherheitsthemen eher schwer erreichbar ist. Es entstand durch den Radiosender JAM.FM in Kooperation mit der Kampagne „Berlin-nimmt-Rücksicht“. Die Kampagne geht damit neue Wege, nutzt zeitgemäße Kanäle sowie die Möglichkeiten und die Kreativität der Partner (wie hier Radio JAM.FM).

Pedelecs als städtische Diensträder
Pedelecs als städtische Diensträder

Pedelecs als städtische Diensträder

Projektmanagement: Fahrradteam der Stadt Bonn, Stadtplanungsamt

Projekthomepage: -

Ziel: Nutzung von dienstlichen Pedelecs als Verkehrsmittel bei der Wahrnehmung von Terminen

Bisherige Ergebnisse: Die bereit stehenden Pedelecs werden sehr gut genutzt und erfreuen sich steigender Beliebtheit

Finanzierung: Städtische Haushaltsmittel

Zeitraum: -

Das wichtigste in Kürze:
Bonn gehört zu den 20 größten Städten Deutschlands. Trotzdem ermöglicht die topografische Lage, dass die meisten Örtlichkeiten gut und bequem mit dem Fahrrad zu erreichen sind. Da die Verkehrssituation auch in Bonn oft sehr angespannt ist, sind auch die Ziele im Arbeitsalltag der städtischen Mitarbeiter mit dem Fahrrad oft schneller zu erreichen, als mit dem PKW. Bewegung stärkt das Immunsystem und führt nachweislich zu weniger Krankheitstagen.

Radquadrat
Radquadrat

Radquadrat – Die Radroute mit Potenzial

Projektmanagement: Stadt Bottrop, Stadtplanungsamt (61/3) und Fachbereich Tiefbau und Stadterneuerung (66)

Projekthomepage: wird noch erstellt

Ziel: Bau einer besonders innovativen, nutzerfreundlichen und sicheren Radroute

Bisherige Ergebnisse: Planung, Kostenermittlung, Beschlussfassung, Beantragung Förderung, in Kürze Beginn der Umsetzung

Finanzierung: Förderung im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Klimaschutz im Radverkehr“ 90 %, Eigenanteil 10 %

Zeitraum: 01.01.2017 bis 30.06.2018

Das wichtigste in Kürze:
Die Route der Nahmobilität kombiniert klassische infrastrukturelle Maßnahmen wie den Wegebau mit komfortablen Serviceeinrichtungen, innovativen Beleuchtungs- und Wegweisungskonzepten und umfangreicher Öffentlichkeitsarbeit. Mit dem Projekt wird eine breite Palette sich ergänzender Maßnahmen realisiert und vor Ort auf überschaubarem Raum sichtbar und erlebbar gemacht. Es soll so als „erfahrbare“ Blaupause für die Umgestaltung von Verkehrsräumen in weiteren Quartieren dienen.

#woparkstdudenn?
#woparkstdudenn?

#woparkstdudenn? – Aktion „Denkzettel“ gegen das Parken auf Radwegen in Heidelberg

Projektmanagement: Stadt Heidelberg, Stabstelle Mobilitätsmanagement und AGFK-BW

Projekthomepage: www.agfk-bw.de/projekte/woparkstdudenn/ (inkl. Video)    

Ziel: Gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer, Sensibilisierung zum Thema Radwegparken.

Bisherige Ergebnisse: Deutliche Reduktion der Parkproblematik, vor allem in Kombination mit der Verwendung der Post-Its.    

Finanzierung: Finanzierung durch AGFK-BW e. V. (mit Landesförderung Baden-Württemberg) und die Stadt Heidelberg.   

Zeitraum: -

Das wichtigste in Kürze:
Schon kurzzeitiges Parken auf Radwegen, Fahrradstraßen und Gehwegen kann zu gefährlichen Situationen führen. Mit der Aktion „Denkzettel“ erinnern die Stadt Heidelberg und die AGFK-BW unter dem Hashtag #woparkstdudenn? daran, Wege für Radfahrer nicht zu blockieren.
Die Kombination aus dem Event (inkl. Post-Its-Verteilaktion), mit Nachwirkung in den sozialen Netzwerken und dem daraus entstandenen Image-Film sorgt dafür, dass das Thema im Gespräch bleibt und Bürger selbst aktiv werden können.

RADFLOTTE Görlitz-Zgorzelec
RADFLOTTE Görlitz-Zgorzelec

RADFLOTTE Görlitz-Zgorzelec

Projektmanagement: Kühlhaus Görlitz e.V.

Projekthomepage: -

Ziel: Wir verbinden mit einer kostenlosen Radflotte Orte & Akteure der jungen kreativen Szene von Görlitz.    

Bisherige Ergebnisse: 5 Ausleihstationen; insgesamt 25 Fahrräder; hohe Nachfrage; 3.000 alternative Stadtpläne      

Finanzierung: Gesamtkosten 2016: 3.305,51 €. Finanziert durch die Robert-Bosch-Stiftung & durch Sponsoring

Zeitraum: -

Das wichtigste in Kürze:
Das Projekt ist ein kostenloser Fahrradverleih. Wir wollen mit einer kleinen, allen zur Verfügung stehenden Radflotte Orte & Akteure miteinander verbinden. Die Räder können von Kulturinteressierten, Touristen, Studenten & jedem Bewohner genutzt werden. Mit unseren Fahrrädern kann man gemütlich die Stadt erkunden & Orte entdecken. Das Angebot fördert die lokalen Akteure & deren Vernetzung untereinander. Wir gehen mit dieser Idee umweltbewusst & nachhaltig an ein bekanntes Mobilitätsproblem ran.   

Donaubrücke Deggendorf

Donaubrücke Deggendorf

Projektmanagement: Stadt Deggendorf

Projekthomepage: http://mayr-ludescher.com/geh-und-radwegbruecke-zur-landesgartenschau-2014-deggendorf-dsd.html

Ziel: Verbindung der Stadtteile beidseits der Donau und Schaffung einer Nord-Süd-Achse im Stadtgebiet    

Bisherige Ergebnisse: Fertigstellung 2014, seitdem intensive Nutzung

Finanzierung: Gesamtkosten: 9 Mio Euro, staatl. Zuschuss: 4,65 Mio Euro, Restfinanzierung durch Stadt Deggendorf 

Zeitraum: Bau: 2011 – 2014, seitdem in öffentl. Nutzung

Das wichtigste in Kürze:
Die Geh- und Radwegebrücke über die Donau in Deggendorf verläuft auf einer alten Bahntrasse direkt neben der 2010 eingeweihten neuen Bahnbrücke. Mit 456 Metern Länge zählt sie zu den längsten Geh- und Radwegbrücken in ganz Europa. Sie verbindet die Radwege an der Donau und ist Verbindungsglied der "Grünen Achse" als Kern des Deggendorfer Radwegenetzes. Durch die Brücke werden Wohn- und Freizeitstandorte kreuzungsfrei miteinander verbunden. Sie liegt zudem im Schnittpunkt wichtiger Radfernwege.  

TU WAS fahr RAD
TU WAS fahr RAD

TU WAS für die Umwelt fahr RAD

Projektmanagement: Universität Osnabrück

Projekthomepage: www.uni-osnabrueck.de/umwelt >mobilität (plus Intranet)

Ziel: TU WAS Kampagne zur Förderung nachhaltiger Mobilität an der Uni Osnabrück.

Bisherige Ergebnisse: Auszeichung 1. Platz als fahrradfreundlichster Arbeitgeber beim Fahrrad-Fit Wettbewerb von B.A.U.M.; Umfrage des AStA: 88% der Studis besitzen ein Rad, 54% der Studis nutzen Rad täglich.    

Finanzierung: Universitätshaushalt

Zeitraum: laufend

Das wichtigste in Kürze:
Die "TU WAS fahr Rad" Kampagne besteht aus vielen Maßnahmen (bunter Strauß). Diese Vielfalt sorgt dafür, dass das Thema Rad fahren von vielen Seiten motivierend bearbeitet wird. Es werden unterschiedlichste Ebenen im Rahmen des Motivationskonzeptes angesprochen: werteorientiert (Umweltschutz ist der Uni wichtig), beziehungsorientiert (auch unsere Chefs fahren Rad), anerkennungsorientiert (Pressearbeit), gefühlsorientiert (Spaßangebote wie Stadtradeln), materiell (u. U. eigenes Dienstrad).

Osterholz_Scharmbeck
Radwegekirchen

Radwegekirchen im „Lieblichen Taubertal“

Projektmanagement: Tourismusverband „Liebliches Taubertal“ e. V.

Projekthomepage: http://www.liebliches-taubertal.de/Aktiv/Radfahren/Radwegekirchen.html

Ziel: Fahrradfahren entlang des Radwegs mit Möglichkeiten zur Meditation und Stille, Kirchen zugänglich machen

Bisherige Ergebnisse: Kirchen werden von Fahrradfahrern gut angenommen, bereits 23 Kirchen, die teilnehmen 

Finanzierung: Mittel aus dem Tourismusverband

Zeitraum: 2013 - 2015

Das wichtigste in Kürze:
Radwegekirchen sind Kirchen, die an einem Radweg gelegen und verlässlich geöffnet sind. Zu erkennen sind sie an einem Schild, das immer bedeutet: Radfahrer sind herzlich willkommen und eingeladen, einzutreten. Die Besonderheit der Radwegekirchen liegt darin, dass sie je nach Möglichkeit, nicht nur geöffnet sind, sondern auch Rastplätze und Toiletten zur Verfügung stellen. Darüber hinaus bieten einige Kirchengemeinden Trinkwasser an und halten wertvolle Hilfen und Tipps für Radfahrer bereit.

Friedrich-Ebert-Straße vorher
Vorher
Friedrich-Ebert-Straße nachher
Nachher

Ausbau der Friedrich-Ebert-Straße - Von der Verkehrsachse zum Boulevard

Projektmanagement: Stadt Kassel, Straßenverkehrs- und Tiefbauamt und Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz

Projekthomepage: www.stadt-kassel.de/projekte/kernbereiche/

Ziel: Aus einer reinen Verkehrsstraße soll ein vielfältig genutzter urbaner Freiraum entstehen.

Bisherige Ergebnisse: Der Ausbau Friedrich-Ebert-Straße wurde mit dem Deutschen Verkehrsplanungspreis 2016 ausgezeichnet.

Finanzierung: Die Herstellungskosten in Höhe von rund 13 Millionen Euro wurden u. a. von Bund und Land finanziert.

Zeitraum: 2008 - 2015

Das wichtigste in Kürze:
Gemeinsam mit der Goethe-/Germaniastraße bildet die Friedrich-Ebert-Straße das Kernstück des Quartiers „Vorderer Westen“, einem beliebten Wohnviertel mit attraktiven Wohn- und Geschäftslagen. Seit vielen Jahren war in diesem Quartier ein allmähliches „Abbröckeln“ der funktionalen Bedeutung und der stadträumlichen Gestaltqualität zu beobachten. Durch den Umbau auf einer Länge von etwa 800m ist kein Stein auf dem anderen geblieben. Die Straße wurde mit Blick auf die Nahmobilität neu strukturiert.